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Details

Die Salzmänner von Tibet

Titelangaben

TitelDie Salzmänner von Tibet
AlternativtitelThe Saltmen of Tibet La route du sel

Allgemeine Angaben

LandDeutschland, Schweiz
Produktionsjahr1997
Dauer112min
Länge3082m
FarbeFarbe
Format1.85 : 1
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Urauff√ľhrungFreitag, 25.04.1997
FestivalteilnahmenVisions du R√©el, Nyon, 1997 DOK.fest M√ľnchen 1997
AuszeichnungenSonje Award, Pusan IFF, 1997
Golden Spire, San Francisco IFF, 1998
FSK-FreigabeOhne Altersbeschränkung

Inhalt

Inhalt"Ehe das tibetische Hochplateau entstand, hatte sich vor √ľber 200 Millionen Jahren das neotethysche Meer √ľber weite Teile Asiens erstreckt. Noch heute zeugen Salzseen davon. Seit altersher bilden sie ein wirtschaftliches Fundament des tibeti- schen Volkes. Doch Salz ist weit mehr. Seine Gewinnung, ein gew√∂hnlicher wirtschaftlicher Vorgang, ist traditionell zutiefst religi√∂s begr√ľndet und ritualisiert. Allein M√§nnern ist diese Arbeit vorbehalten. Frauen d√ľrfen das Gebiet, wo Salz geschabt wird, nicht betreten, wollen sie nicht die G√∂ttin des Salzsees erbosen und die Ernte gef√§hrden. ¬ęSalz ist unser Leben¬Ľ bekundet ein Tibeter im eindrucksvollen, mit grossem Einf√ľhlungsverm√∂gen realisierten Filmportr√§t die salzm√§nner von Tibet, das Ulrike Koch ihnen und ihren Familien gewidmet hat. Auch sie hatte das rituelle Verbot zu beachten und dem See fernzubleiben. Dennoch erhielt sie Gelegenheit, eine Gruppe
von vier M√§nnern mit ihren Yaks auf der beschwerlichen, mehrw√∂chigen Reise zu einem Salzsee zu begleiten. Beh√∂rdliche Widerst√§nde machten es erforderlich, dass ihr ausgezeichneter Kameramann Pio Corradi mit einer kleinen, unscheinbaren Digital-Videokamera filmen musste. Das aber erlaubte es der Autorin, auch bei der eigentlichen Salzgewinnung aus Distanz nahe dabei zu sein. Diese zur√ľckhaltende Anteilnahme ist typisch f√ľr den ganzen Film und zeugt von gegenseitigem Respekt und von Offenheit. Die Kamera sucht N√§he, wo erlaubt, und zeigt umgekehrt die Menschen inmitten einer √ľberw√§ltigenden Land- schaft. Mit ausserordentlicher Gelassenheit versteht sie zudem auf √ľberraschende Situationen zu reagieren. Nicht minder pr√§sent ist die Tonspur, die auf jeglichen Kommentar verzichtet. Spontane Rede, rituelle Ges√§nge und Worte helfen, sich in der faszinierend fremden Welt zu orientieren. Wo die M√§nner sich allerdings in der Geheimsprache ihrer Profession verst√§ndigen, geben die Untertitel ebenfalls nur kryptische Zeichen wieder. Klanglich kommen die zwei Welten aber zusammen. Ein deutscher Saxophonist und zwei tibetische M√∂nche auf ihren traditionellen Instrumenten finden eine musikalische Entsprechung zu der bestechenden Sch√∂nheit und Ruhe dieses Films. Dergestalt pr√§sentiert sich die salzm√§nner von tibet als ein schlichtes, pr√§zises Dokument einer leider aussterbenden Kultur." [Programmheft Visions du R√©el]

Schlagworte

Fassungen

StandortHaus des Dokumentarfilms
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StandortFilmuniversität Babelsberg
MediumVHS
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StandortFilmuniversität Babelsberg
MediumDVD
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Quellenangaben

Angaben zur QuelleHDF Datenbank
Visions du Réel, Nyon: Onlinearchiv
Filmportal
M√ľnchen 1997: Katalog
imdb.com