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Details

Kehrein, Kehraus

Titelangaben

TitelKehrein, Kehraus
Teil 2 von 3 aus der Reihe/SerieKehraus-Triologie

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr1997
Dauer71min
FarbeFarbe
MaterialS-16mm, Blow Up 35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Uraufführung07.05.1997, Hackesche Höfe Berlin
ErstausstrahlungSonntag, 05.10.1997 auf 3sat
FestivalteilnahmenVisions du RĂ©el, Nyon, 1998
AuszeichnungenRunner Up Prize, Yamagata International Filmfestival, Japan 1999

Inhalt

Inhalt" Dokumentarfilm über drei ehemalige Leipziger Straßenkehrer, die Gerd Kroske bereits im Jahr 1990, kurz nach der Wende, porträtiert hatte. Jetzt geht er der Frage nach, was aus ihren Ängsten und Hoffnungen geworden ist. Das Dokument negativ veränderten Lebens, dessen drei Protagonisten sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen und Probleme mit dem Alkohol haben. Den Kontakt zueinander haben sie seit langem verloren. Durch Parallelmontage bringt der Regisseur seine drei Protagonisten noch einmal zusammen und stellt durch Zitate aus seinem früheren Film "Kehraus" eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart her." [Film-Dienst]


"Die Langzeitbeobachtung der "Kehraus“-Trilogie beginnt 1990, kurz nach der Wiedervereinigung. Die Protagonisten Henry, Stefan und Gabi, die Gerd Kroske vor der Kamera versammelt, sind zwangsweise als Kehrer bei der Straßenreinigung in Leipzig angestellt. Es sind Menschen, die schon zu DDR-Zeiten am Leben nagten und mit furchtbaren Miseren zu kämpfen hatten. Mit häuslicher Gewalt, Missbrauch, Alkoholismus und mit hoffnungslos zersplitterten Familiengeschichten. Die drei Filme erzählen zusammen eine Geschichte wachsender Verarmung, von einem durchritualisierten Alltag und leerlaufender Geschäftigkeit zwischen Wohnung, Sozialamt und Kneipe.

Mystifiziert der zurückhaltende Blick des ersten Teils die Figuren noch als gefallene Helden, denen man beim Ärmerwerden zuschaut, nähern sich die anderen beiden Teile ihnen – jetzt in Farbe – mit Fragen und nochmaligem Nachfragen auf Augenhöhe. Auch die Ästhetik verabschiedet sich nun endgültig vom Dokumentarstil der DEFA. Die "Kehraus“-Trilogie ist trotz ungeheuer anrührender Einblicke in fremde Enttäuschungen und Wohnstuben frei von jeder Larmoyanz. Sie zeigt, wie klein und grau Arbeitslosigkeit die Menschen machen kann. Aber auch, mit welchen Anstrengungen, welcher Würde und Selbstkritik sich Kroskes Protagonisten gegen die drohende Verwahrlosung und Vereinsamung stemmen."
Quelle laut Filmportal: Birgit Glombitza: "Deutschland, revisited II". (Katalog zur gleichnamigen Filmreihe im Kommunalen Kino Metropolis September 2007). Hamburg: Kinemathek Hamburg e.V., 2007.

Schlagworte

Fassungen

StandortFilmuniversität Babelsberg
MediumVHS
 Ăśber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
MediumVHS
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Quellenangaben

Angaben zur QuelleFilmdienst Datenbank
Visions du RĂ©el: Onlinearchiv
Filmportal