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Details

Nachtasyl

Titelangaben

TitelNachtasyl

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1959
Dauer14min
LĂ€nge381m
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

FestivalteilnahmenFilmwoche Mannheim 1960
AuszeichnungenKulturfilmprÀmie des Bundes 1959
PrÀdikat: Besonders wertvoll
FSK-FreigabeFreigegeben ab 6 Jahren

Inhalt

Inhalt"Ein Hamburger Nachtasyl." (Katalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959, S. 235)
"Der Film begleitet einen alten Mann den Tag ĂŒber durch die Stadt und schließlich ins Nachtasyl, wo er mit anderen Obdachlosen bis zum Morgen eine Unterkunft findet. – Nur ein auf wenige Worte beschrĂ€nkter Kommentar begleitet diesen Film, der uns Menschen zeigt, die obdachlos, arbeitsscheu, heruntergekommen oder asozial sind. - In Hamburg gibt es ein stĂ€dtisches Nachtasyl. Abends öffnet es seine Pforten, um den nicht wenigen MĂ€nnern, die die Arbeit verachten, fĂŒr 30 Pfennig eine Unterkunft bis zum nĂ€chsten Morgen um 7 Uhr zu bieten. Der Kommentar spricht in einem Nebensatz vom "MĂŒlleimer tausend verkommener Existenzen". Die Kamera ĂŒbernimmt in diesem Film die Beobachtung der sehr unterschiedlichen MĂ€nner. Wir sehen sie an der Registratur vorbeiziehen: der junge Mann neben dem verbitterten Alten, der GleichgĂŒltige neben dem SĂ€ufer oder dem, der in seinem Beruf gescheitert ist. Ihre GesichtszĂŒge verraten die wenigen Strebungen, die ĂŒbrig blieben: Schlafen, Trinken, Kartenspielen, Zeitunglesen, Dösen und auf irgendeine Art zum allernotwendigsten Geld kommen. ĂŒber allem bleibt die Trostlosigkeit spĂŒrbar. Diese Menschen scheinen keine Zukunft mehr zu haben. Ihr Antrieb ist erloschen und ihre Wesensart ließ sie abseits der Gesellschaft einen wertlosen Platz einnehmen. Diese Menschen gibt es aber in fast allen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten. "Nachtasyl" ist ein Versuch, dieser Welt nĂ€herzukommen. Die Kamera ist dabei stellenweise besser als die gesamte Aussage des Films. Auch ĂŒberrascht die musikalische Interpretation des Themas. Die moderne rhythmisierte Musik Martin Böttchers, gespielt von einem guten Tanzorchester, versucht Monotonie auf der Basis der GroßstadtklĂ€nge auszudrĂŒcken. Dadurch erhĂ€lt der Film eine eigenwillige Kontrapunktik." (Filme fĂŒr die Gruppenarbeit, H. II, 1963)

Schlagworte

Literatur

Fassungen

StandortBundesarchiv-Filmarchiv
Medium35mm
 Ăœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 

Quellenangaben

Angaben zur QuelleKatalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959
Festivalkatalog Mannheimer Filmwoche 1960
Filme fĂŒr die Gruppenarbeit, H. II, 1963
Filmportal.de