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Details

Kleine Stadt, gro├čes Leben

Titelangaben

TitelKleine Stadt, gro├čes Leben
AlternativtitelKleine Stadt ÔÇô gro├čes Leben
Untergeordneter TitelHelmstedt

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1950
Dauer15min
L├Ąnge413m
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Urauff├╝hrungFreitag, 25.08.1950, Helmstedt
FestivalteilnahmenBerlinale: Selling Democracy 2005
AuszeichnungenPr├Ądikat: Wertvoll
FSK-FreigabeOhne Altersbeschr├Ąnkung

Inhalt

Inhalt"Helmstedt und der kalte Krieg an der Sowjet-Zonengrenze." (Katalog der deutschen Kultur- und Dokumentarfilme 1945-1952, S. 129)
"Helmstedt: Blick ├╝ber die Stadt in der Morgend├Ąmmerung, Milchwagen und B├Ąckerjunge unterwegs, Fenster ├Âffnen sich, ein neuer Tag beginnt. Karte macht die Lage der Stadt an der Zonengrenze deutlich. Gestern noch eine kleine, vertr├Ąumte Stadt, heute macht sie Schlagzeilen in der internationalen Presse: Zeitungsk├Âpfe. Die Stadt ist heute Umschlagplatz f├╝r Menschen und Schicksale, sie liegt zwischen zwei Welten und ist Schnittpunkt zwischen Ost und West, von Freiheit und Zwang, von Gerechtigkeit und Willk├╝r. - Im Bahnhof der Stadt ├╝berf├╝llte Z├╝ge, durch die Fenster steigen die Menschen in die Z├╝ge, Menschenmengen auf den Bahnsteigen. Die Reisenden der Interzonenz├╝ge m├╝ssen lange Wartezeiten hier verbringen, um die Abwicklung der umst├Ąndlichen Ma├čnahmen f├╝r den Zonengrenz├╝bergang in der einen oder anderen Richtung ├╝ber sich ergehen lassen. Zollgrenzbeamte ├╝berpr├╝fen die Personalpapiere, Interzonenp├Ąsse und das Gep├Ąck. An den Zug nach dem Westen wird ein Speisewagen angeh├Ąngt. Z├╝ge setzen sich in Bewegung, nach Osten der eine, nach dem Westen der andere. Andere Personen, die sich dem legalen Grenz├╝bertritt entziehen wollen, benutzen andere Wege ├╝ber die trennende Grenze. Pferdewagen und Lkws nehmen Menschen mit ihrer Habe auf. - Viele machen in Helmstedt Station: Betrieb in den Wechselstuben, aber auch der inoffizielle Geldumtausch bl├╝ht, auch der Schmuggel treibt Bl├╝ten. Zonenbewohner stehen staunend vor den Schaufensterauslagen des Westens, aber mit ihren wenigen Ostmark k├Ânnen sie nicht viel erwerben: 3 Ostmark = DM -, 30. Zuflucht bleibt f├╝r die meisten nur die Baracke: auf engem Raum zusammengedr├Ąngt leben die Fl├╝chtlinge hier, Essenausgabe. Kinder spielen, sie scheinen das Schwere der letzten Jahre in k├╝rzester Zeit zu vergessen. Rote-Kreuz-Schwestern betreuen Kinder im Kindergarten und richten Lebensmittel. In der Auswanderungsberatungsstelle. - Die schlafenden Fl├╝chtlinge bei Nacht. - G├╝terwaggons auf dem Wege nach Osten um die Bev├Âlkerung des freien Berlins mit G├╝tern zu versorgen. Nur 1/10 der nach Osten transportierten G├╝ter kehren im Austausch aus dem Osten nach Westdeutschland zur├╝ck. - Aber nicht nur die Eisenbahn bef├Ârdert Menschen und G├╝ter, die nach Westen einflie├čen. Omnibusse und Lkws benutzen die Autobahn Braunschweig - Magdeburg. Betrieb am Autobahn-Kontrollpunkt Helmstedt. Im neu erstandenen Grenzdorf an der Autobahn werden die Personalpapiere und das Gep├Ąck der Reisenden - wie auf dem Bahnhof - von den Grenzbeamten kontrolliert. Wenn die Menschen Fahrg├Ąste eines Interzonenomnibusses legen. Leben und Treiben an der ├ťbergangsstelle, neu entstandenes Express-Lokal. Symbol f├╝r Helmstedt: die geschlossene Schranke am sowjetischen Kontrollpunkt, die sich meist nur 5 - 6 mal innerhalb einer Stunde f├╝r den G├╝terverkehr ├Âffnet. Als Folge Schlange von wartenden Fernlastz├╝gen. Die Fahrer vertreiben sich die Wartezeit und schlafen, lesen die Zeitung oder beim Kartenspiel. Nicht selten verdirbt inzwischen die Ladung auf ihren Wagen unter dem Einfluss der Witterung: Fleisch-K├╝hlwagen, welkendes Gem├╝se. W├Ąhrend auf westdeutscher Seite die Abfertigung der Transporte genau nach den Vorschriften der Alliierten vor sich geht, sind die G├╝tertransporte am sowjetischen Grenz├╝bergang reinen Willk├╝rakten ausgesetzt. Der "Kalte Krieg" zeichnet sich an den Zonengrenze deutlich ab. - Zollgrenzbeamte kontrollieren illegale Grenzg├Ąnger, aber sie unternehmen nichts gegen sie,, sie sind nur f├╝r den gewerbsm├Ą├čigen Schmuggel zust├Ąndig. Auf der Ostdeutschen Seite bewachen sowjetische Soldaten und Volkspolizisten die Grenzen. Trotzdem gelingt den Meisten der Sprung in die Westzone. Fl├╝chtlinge auf ihrem Weg durch die W├Ąlder. 2 gefl├╝chtete Volkspolizisten. Menschen, denen der ├ťbergang nicht gelungen ist, m├╝ssen zur├╝ck in ein ungewisses Schicksal. Trotz aller neu auftretenden Schwierigkeiten flie├čt der Fl├╝chtlingsstrom weiter und l├Ąsst sich nicht abriegeln. Keine Zonengrenze kann Hindernis sein f├╝r die Menschen, die die Freiheit suchen. Fl├╝chtlingsstrom auf einer Stra├če, im ├ťbergangslager, auf dem Bahnhof Helmstedt. ├ťberblendung: Menschenmenge vor dem zerst├Ârten Reichstagsgeb├Ąude in Berlin, Oberb├╝rgermeister Reuter am Rednerpult. Potsdamer Abkommen: Stalin, Truman und Attlee. - Blick auf Helmstedt." (http://www.filmarchives-online.eu/)

Schlagworte

Literatur

Fassungen

StandortBundesarchiv-Filmarchiv
Medium35mm
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StandortBundesarchiv-Filmarchiv
MediumVHS mit TC
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StandortBundesarchiv-Filmarchiv
MediumDVD mit TC
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Quellenangaben

Angaben zur QuelleKatalog der deutschen Kultur- und Dokumentarfilme 1945-1951
Katalog der deutschen Kultur- und Dokumentarfilme 1945-1952
FSK 67. Sitzungsperiode (30.10. bis 3.11.1950)
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