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Details

Kriegssplitter

Titelangaben

TitelKriegssplitter

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr1999
Dauer36min
FarbeFarbe
MaterialAnalog Video
UntertitelDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Produktionzero film GmbH
F├ÂrderinstitutionFilmboard Berlin-Brandenburg

Distribution

FestivalteilnahmenDuisburger Filmwoche 1999

Inhalt

InhaltBilder ├╝ber das Bildermachen vom Krieg. Der Film begleitet Foto- und Fernsehreporter bei ihrer Arbeit in Albanien, Mazedonien und im Kosovo. Er liefert auf den ersten Blick g├Ąnzlich unkommentierte Bilder, die zu einem scheinbar rohen, nur wenig gestalteten und vorl├Ąufig wirkenden Film komponiert wurden. Der Filmemacher selbst bleibt dabei auf gro├čer Distanz.

"Kukes, Mai 1999. An der Grenze zum Kosovo passiert eine Gruppe von M├Ąnnern den grenz├╝bergang Richtung Albanien. Die vergangenen Wochen haben sie im Gef├Ąngnis zugebracht. Die Kamera verfolgt sie: alle scheinen ersch├Âpft und abgemagert, einige stolpern mehr als sie gehen, einige weinen. Man sieht einer endlos erscheinenden, bedr├╝ckenden prozession zu, bis die Kamera pl├Âtzlich schwenkt und im Bild die Fotografen sichtbar werden, die den ganzen tag am Grenz├╝bergang auf ein ereignis gewartet haben, ├╝ber das es sich zu berichten lohnt. Jetzt best├╝rmen sie die Fl├╝chtlinge, dr├Ąngen sich um die besten Pl├Ątze f├╝r ein gutes Foto. Es ist, als w├╝rde sich der Kameramann, der diese Bilder macht, selbst bei der Arbeit zuschauen.
Kriegssplitter ist ein Film, der Bilder ├╝ber das Bildermachen vom Krieg zeigt, ohne zu leugnen, selbst solche Bilder herzustellen. Er begleitet Kriegsreporter bei ihrer Arbeit, zuerst in Albanien und Mazedonien, sp├Ąter im Kosovo, und berichtet selbst vom Krieg. Entstanden ist der Versuch, ein historisches ereignis zu dokumentieren, und zugleich der Versuch, die Arbeitsweisen von Kriegsreportern zu reflektieren. [...] Die Vorl├Ąufigkeit ist in eine fast rohschnittartige Montage ├╝bersetzt, die sich dem Schnitt und der ├ästhetik des Tagesjournalismus entzieht. Vorl├Ąufig ist auch das Ergebnis dieser Arbeit: Kriegssplitter ist entstanden im Rahmen eines gr├Â├čeren Dokumentarfilmprojektes von Johann feindt ├╝ber den Beruf des Kriegsreporters mit dem Arbeitstitel Missing in Action" (Produktionsmitteilung im Katalog der Duisburger Filmwoche 1999).

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur QuelleDuisburger Filmwoche 1999, Katalog; Filmportal.de