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Details

Danach hätte es schön sein müssen

Titelangaben

TitelDanach hätte es schön sein müssen
AlternativtitelIt should have been nice after that

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2001
Dauer72min
FarbeFarbe
Format1.33 : 1
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Uraufführung14.02.2001, Berlinale Forum
ErstausstrahlungDonnerstag, 13.06.2002 auf 3sat
FestivalteilnahmenBerlinale: Forum, 2001 Duisburger Filmwoche, 2001 Visions du Réel, Nyon, 2001 Titanic International Filmpresence Festival, Ungarn, 2001 Cinéma du Réel, Paris 2007
AuszeichnungenFIPRESCI Preis (Preis der internationalen Filmkritik), Berlinale, 2001
Förderpreis der Stadt Duisburg, Duesburger Filmwoche, 2001
Prix Regards Neufs, Visions du Réel, Festival International du Cinéma Nyon, 2001

Inhalt

Inhalt"Die Tochter versucht, sich ihrem Vater zu nähern. Die Kamera befindet sich zwischen ihnen, gibt Schutz und fordert zugleich ihre Bilder ein. Es gilt, den unsichtbaren Panzer aufzubrechen, um endlich die unerwünschten Bilder dahinter freizulegen. Ein formal vielschichtiger Kampf gegen das Nicht-Greifbare" (Duisburger Filmwoche 2001: Programm).

"1974 fährt meine Mutter nach Bremen. Sie nimmt ein Hotelzimmer und bringt sich darin um. Sie ist 42 Jahre alt geworden. Zuhause wird über den Selbstmord nicht gesprochen.
1997 treffe ich nach Jahren ohne Kontakt meinen Vater wieder. Er wohnt immer noch in der Wohnung, in die er vor 41 Jahren mit der Frau und dem Kind eingezogen ist. Im Schlafzimmer bedeckt dieselbe blaue Decke die Betthälfte meiner Mutter. Der Vater ist inzwischen 91 Jahre alt.
Danach und über die folgenden 2 Jahre hinweg mache ich mit einer DV-Kamera Aufnahmen. Ich filme obsessiv die Wohnung. Daß man den Räumen nichts ansehen kann, entspricht dem früher Erlebten. Der Schrecken materialisiert sich nicht. Ich beobachte den Vater, folge ihm, sogar auf eine Schiffsreise in die Karibik. Die Kamera ermöglicht Distanz, aber auch Nähe. Durch die Kamera können mein vater und ich miteinnader sprechen" (Karin Jurschik im Katalog der Duisburger Filmwoche 2001).

"Die Dokumentaristin Karin Jurschik setzt sich in diesem so persönlichen wie exemplarischen Film mit ihrem 91 Jahre alten Vater auseinander und rekonstruiert das emotionale Gefüge ihrer Familie. Im Off-Kommentar spricht sie dabei distanzierend immer von "dem Mann", "der Frau" und "dem Kind". Jurschiks Mutter beging 1974 nach langer Alkohol- und Tablettensucht Selbstmord. Ihr elfjähriger Ehealltag spiegelt die Schizophrenien der Wirtschaftswunderzeit, in der alles "hätte schön sein müssen", die aber auch von Kälte und Verdrängung beherrscht war. In der Auseinandersetzung mit dem autoritär geprägten Vater offenbaren sich gesellschaftliche Strukturen, die über den Einzelfall hinausweisen" (Filmportal.de).

Schlagworte

Fassungen

StandortFilmuniversität Babelsberg
 Über Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortFilmuniversität Babelsberg
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StandortHaus des Dokumentarfilms
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Quellenangaben

Angaben zur QuelleDuisburger Filmwoche 2001: Programm u. Katalog
Filmportal.de
Internationales Forum des Jungen Films 2001
www.visionsdureel.ch
HFF Potsdam Hochschulbibliothek
HDF Datenbank