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Details

Ich bin 33

Titelangaben

TitelIch bin 33

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2000
Dauer3min
L├Ąnge85m
FarbeEastmancolor
Format1.66 : 1
MaterialS8mm, Blow Up 35mm

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Urauff├╝hrung11.06.2000, Filmfest Hamburg
FestivalteilnahmenFilmfest Hamburg: No Budget Wettbewerb, Zeise, 2000 Visions du R├ęel: Competition nationale, Nyon, 2001
FSK-FreigabeOhne Altersbeschr├Ąnkung

Inhalt

Inhalt"Einmal habÔÇÖ ich so ein Interview mit einem Professor gelesen, der hat gesagt, angesichts einer Sonnenfinsternis w├╝rden auch noch die, w├╝rden auch die noch so geschw├Ątzigsten Geister verstummen ÔÇô und das wollte ich nat├╝rlich nicht auf mir sitzen lassen┬╗, spricht Jan Peters ins Mikrophon. In der Tat ist die Geschw├Ątzigkeit f├╝r ihn Methode. Schon in November 1-30 (1998) und Dezember 1-31 (1999) f├╝llte er t├Ąglich eine Filmrolle randvoll mit Dingen und W├Ârtern. Indem er die Welt mit Bildern und Sprache bezeichnete versuchte Peters, einen Bezug zwischen sich und ihr herzustellen und sie zu erforschen. Ein Prinzip, dem er sich neurotisch verschrieb und von dem er sich gleichzeitig selbstironisch distanzierte. Jetzt, In ich bin 33, schw├Ątzt der Regisseur erneut ├╝ber sich und die Welt. W├Ąhrend der Sonnen- finsternis des Jahres 1999 steht er auf einem leeren Stoppelfeld vor der Kamera, redet in einer fixen Einstellung ohne Unterbre- chung von der Apokalypse, seinem Alter und seinen Geldsorgen. Dabei karikiert er nicht nur die Weltuntergangspropheten und die Massenhysterie, welche das Naturereignis ausl├Âste, sondern f├╝hrt auch sein eigenes Kino ad absurdum: Wort und Bild geben nur noch vor, die Realit├Ąt zu meinen. Die Sonnenfinsternis ist eine in Echtzeit ablaufende F├Ąlschung. Die Filmzeit scheint zwar der realen Zeit des Naturereignisses zu entsprechen. In Wirk- lichkeit ist sie nichts als der Verweis auf eine vom Filmemacher erfundene Zeit. Und die ├╝ber f├╝nfzig Leute, von denen der Regisseur behauptet, sie st├╝nden mit ihm auf dem Feld, sind in der weiten Totalen nie zu sehen und mit Sicherheit gerade nicht anwesend.Der Versuch, mit Hilfe von Zeichensystemen einen Bezug zwischen einem filmischen Ich und der Welt herzustellen, ist immer neu ins Groteske gesteigert. Dort zum Beispiel, wo Peters uns vor f├╝hr t, wie sich aus seinem Gebur tsjahr und seinem Alter das Datum der Sonnenfinsternis berechnen l├Ąsst. Oder wenn er, den Filmtitel einblendend, einen schwarzen Schatten ├╝ber ihn legt, der aufs Naturereignis verweist. Am Ende von Ich bin 33 gesteht der Regisseur, die Sonnenfinsternis habe im Grunde nichts mit ihm und seinem Leben zu tun. Denn da besch├Ąftige ihn vorallem eines: dass er Pleite sei." (es, Visions du R├ęel Onlinearchiv)

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur QuelleFilmportal
Visions du R├ęel: Onlinearchiv