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Tot in LĂŒbeck

Titelangaben

TitelTot in LĂŒbeck
Untergeordneter TitelNach Motiven der "LĂŒbecker Moritat"

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2003
Dauer107min
Farbes/w
Material35mm
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

UrauffĂŒhrung04.2003, Visions du RĂ©el, Nyon
FestivalteilnahmenVisions du RĂ©el, Nyon, 2003 DOK.fest MĂŒnchen, 2003 Nordische Filmtage LĂŒbeck, 2003 dokumentART, Neubrandenburg, 2003

Inhalt

Inhalt"Der Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in der LĂŒbecker Hafenstraße am 18. Jan. 1996 ist nie aufgeklĂ€rt worden. Zehn Menschen sind verbrannt und viele andere verletzt und traumatisiert worden.
Und weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte im feinen LĂŒbeck, begann in den folgenden Jahren ein Aktenberge produzierendes Versteckspiel um die Wahrheit, das bis heute nicht beendet ist.

Das könnte dazu verfĂŒhren, geradewegs Thesen aufzustellen und mit neuen EnthĂŒllungen aufzuwarten. TOT IN LÜBECK tut dies nicht. Stattdessen gehen die Regisseurinnen geduldig aus unterschiedlichen Perspektiven an die “Sache” heran:

Von der Seite des Generalstaatsanwaltes von Schleswig-Holstein, der gleich zu Anfang bekennt: “Die Wahrheit weiß nur Gott allein, wir nicht.”, und der in seinem beredten Versuch, die angebliche NichtaufklĂ€rbarkeit zu rechtfertigen, mehr enthĂŒllt als er je zu verbergen vermocht hĂ€tte.

Von Seiten der AnwĂ€ltin, die in ruhigem Ton von der haarstrĂ€ubenden Einseitigkeit und WidersprĂŒchlichkeiten der Ermittler erzĂ€hlt.

Von Seiten des Kabarettisten, dessen “LĂŒbecker Moritat” ihren bitteren Spott ĂŒber das makabere Schauspiel deutscher Befindlichkeiten ergießt.

Und schließlich ihre eigene Sicht, die sich lesend, aufzeichnend und nachfragend im Hintergrund hĂ€lt. Und so lĂ€sst TOT IN LÜBECK die sprechenden Geister und Ungeister, die aus diesem Haus des Schreckens gekrochen sind, langsam und nachhaltig auf den Zuschauer einwirken, bis dieser das dringende BedĂŒrfnis nach der Wahrheit ĂŒber den Hergang des Verbrechens herbeiwĂŒnscht.

Am Ende, wenn ihm statt der Lösung des RĂ€tsels nur noch ein weiteres grauenvolles RĂ€tsel prĂ€sentiert wird - ein verbrannter Asylbewerber, der nicht in diesem Haus verbrannt ist, sondern höchstwahrscheinlich als verbrannter Körper in dieses Haus hineingelegt wurde - weiß der Zuschauer, dass das Verschwinden und dass die Verschleierung der Wahrheit selbst Teil der Wahrheit ĂŒber diesen Brandanschlag ist." (Synopsis laut Homepage)

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur Quellewww.rosamarsfilm.de
Filmportal
Visions du RĂ©el: Onlinearchiv
Katalog DOK.fest MĂŒnchen 2003
Programm DOK.fest MĂŒnchen 2003