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Details

Wie ich ein Höhlenmaler wurde

Titelangaben

TitelWie ich ein Höhlenmaler wurde
AlternativtitelComment je suis devenu un peintre de cavernes How I Became a Cave-Painter

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2001
Dauer38min
FarbeFarbe
Format1.37 : 1 (4:3)
MaterialS8mm, 16mm
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

UrauffĂŒhrung12.10.2001, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
FestivalteilnahmenVisions du RĂ©el, Nyon, 2002 Hamburger Kurzfilmfestival: Reihe SelbstportrĂ€ts, 2002 DOK.fest MĂŒnchen, 2002

Inhalt

Inhalt"Jan Peters bewirbt sich um eine BĂŒhnenbildhospitanz im Schauspielhaus Hamburg und zu seiner Überraschung wird er genommen. Er taucht in diese Arbeitswelt ein, nicht ohne seine Kamera heimlich mitzunehmen und tĂ€glich zu filmen. Peters vertraut sich ganz seiner 16mm-Kamera an. Sie dient ihm als Erkenntnisinstrument und deutet ihm buchstĂ€blich den Weg. ZunĂ€chst benĂŒtzt er lose Filmenden, um sich die komplizierten GĂ€nge durch die Hintertreppen des Theaters zu merken. Doch bald muss er feststellen, dass sein Orientierungsproblem ganz grundsĂ€tzlicher Natur ist und seine Sinnsuche nimmt ihren Lauf. Starke Knieschmerzen zwingen ihn zu einer Ruhepause, er zieht sich ganz aus dem Theaterbetrieb zurĂŒck und baut sich im Hinterzimmer einer unbenĂŒtzten Loge ein Lazarett. Dort mutiert er zum Höhlenmenschen, filmt sich selbst, hĂ€lt Monologe, entwickelt sein eigenes ‘teatrum mundi’ und entdeckt durch seine Kamera PhĂ€nomene von kosmischer GĂŒltigkeit.Jan Peters besitzt eine erstaunliche Sicherheit im Umgang mit dem Zufall. Was ihm und seiner Kamera im Theaterbau zufĂ€llt, kommentiert er nervös-virtuos mit rhetorischen AusflĂŒgen bis ins Reich der Metaphysik, von Platons Höhlengleichnis bis zur Funktionsweise einer Camera Obscura. Wie ich ein Höhlenmaler wurde ist also eine Meditation ĂŒber Schein und Erscheinungen auf der Suche nach dem Sein. Film ist bei Peters stets schaffende und erscheinende Natur. Was er auf den Bildern festhĂ€lt, entwickelt oftmals in Doppelbelichtungen einen eigenen kĂŒnstlerischen Mehrwert. Seine Methode ist die der schweifenden Aufmerksamkeit. Staunend folgen wir ihm. Als Elena, Jan Peters langjĂ€hrige Freundin aus Paris und selbst eine FilmkĂŒnstlerin, ihn in seiner Loge besucht, entsteht zwischen ihnen ein Liebesspiel mit Projektionen. So spiegelt Peters ihr beispielsweise die DamenkostĂŒme des Theaters auf den nackten Körper. Am Ende seines ‘stream of consciousness’ verlĂ€sst Peters sein ‘Zimmer mit Aussicht’ und wirft vom Dach des Theaters einen letzten Blick auf die Welt draussen. Er ist beruhigt. Sie hĂ€lt noch manche Überraschung fĂŒr ihn bereit." (cab, Visions du RĂ©el)

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur QuelleVisions du RĂ©el: Onlinearchiv
Filmportal
Katalog DOK.fest MĂŒnchen 2002