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Europa hat schon begonnen

Titelangaben

TitelEuropa hat schon begonnen

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1960
Dauer14min
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Inhalt

Inhalt"Einleitung: Überall in der Welt finden sich heute junge und Ă€ltere Menschen zusammen, um ĂŒber das eine Thema zu diskutieren: Wie soll Europa einmal aussehen? So geschah es auch in der TagungsstĂ€tte im Herzen Europas, die unser Filmteam besuchte. Vor einem jugendlichen Auditorium spricht ein Redner davon, dass sich auf dem Wege einer gemeinsamen Wirtschaft zunĂ€chst einer kleineren freiwilligen Auswahl europĂ€ischer Nationalstaaten, die ĂŒber die EWG die nĂ€chste Phase der europĂ€ischen politischen Einigung vorbereiten, am Ende das ganze Europa nach sich ziehen soll. Damit wird zum ersten Mal der Shritt vollzogen, die engen nationalstaatlichen Grenzen zu ĂŒberwinden mit dem Ziel, dem gemeinsamen Europa nĂ€herzukommen. Am Ende dieses Weges wĂŒrde dann endlich der Begriff Europa klarer und fester wieder hergestellt sein, als jemals zuvor in der uralten europĂ€ischen Geschichte. -
Die jugendlichen Zuhörer fĂŒhlen sich von diesem Vortrag gewaltig gepackt und diskutieren weiter darĂŒber, in verschiedenen Gruppen. Die einen sind skeptisch, den anderen geht es nicht schnell genug. Karte von Europa. Römische Skulpturen, gemeinsame Kulturen. Das klassische römische Reich erneuert sich im Heiligen Römischen Reich des Mittelalters mit den Machtzentren von Kaiser und Papst. Auch dieses Reich zerfiel. Ukunden, Bildnisse und Skulpturen dieser Zeit. - Aus diesem Zerfall wuchsen die Nationalstaaten (Karte) mit ihren Erbfolgen, Erbfeindschaften, Religions- und MachtkĂ€mpfen. - Europa nach 1945 : NissenhĂŒtten, FlĂŒchtlingslager, Hunger und Elend in ganz Europa. Karte mit der Teilung in Ost- und Westeuropa. - Der Ruf nach Europa schallt schon seit Jahrhunderten. Zeichnungen dieser Rufer: Descartes, Leibnitz, Schiller, Rolland, Heinrich Mann, Briand, Stresemann, edle Geister aller Nationen, deren Ruf nach Einigung verhallte. - Demonstrationen in europĂ€ischen LĂ€ndern, Schilder: "Wir fordern Europa" oder "La Jeunesse veut l'Europe". Aufnahmen vom 1. EuropĂ€ischen Kongress in Den Haag mit Winston Churchill. Anschlissend öffentliche Volkskundgebung in Amsterdam mit Churchill am Rednerpult. - Wiederaufbau in Europa durch amerikanische Aufbauhilfen. - Unterzeichnung des Abkommens fĂŒr die EuropĂ€ische Wirtschaftliche Zusammenarbeit 1948 in Paris: OEEC, mit 17 Teilnehmerstaaten. 1949 grĂŒndeten 10 Staaten in London den Europarat, im Bild Robert Schumann, Konrad Adenauer, Winston Churchill, von Brentano.- Im gleichen Jahr wurde die EuropĂ€ische Zahlungsunion geschaffen und damit die Grundlage fĂŒr einen freien europĂ€ischen Zahlungsverkehr. In Straßburg tagt die Vollversammlung und der Ministerrat des Europarates. VertrĂ€ge werden geschlossen, jeder dieser VertrĂ€ge bedeutet einen Schritt nach vorn zum gemeinsamen Europa hin. - Die Jugend spricht weiter ĂŒber die Beneluxstaaten, die durch ihren Zusammenschluss auch wieder ein Steinchen zum großen Ganzen geleistet haben. Die Schaffung eines gemainsamen Marktes und der Weg dahin. Die Jugend fragt sich, warum soll sich nicht aus der wirtschafltichen Notlage heraus ein politisch vereintes Europa bilden? - TEE-ZĂŒge, Netze von Verkehrswagen durchziehen Europa; elektrischer Strom von Land zu Land. Die GĂŒterproduktion der LĂ€nder verlangt den Warenaustausch. GrenzpfĂ€hle, Zoll- und Passkontrollstationen. Europa muss zu einem wirtschaftlichen Ganzen fĂŒhren, denn nur so kann es reich werden. - Die Montan-Union: 6 LĂ€nder schufen einen gemeinsamen Markt fĂŒr Eisen, Stahl und Kohle. EisenhĂŒtte, Förderanlagen von Bergwerken. - Zollschranken. MĂ€rkte in Hamburg, BrĂŒssel und Rom, ĂŒberall ein reiches Warenangebot. - Die EWG. Überall wird nach der europĂ€ischen Lösung gesucht, Bauprojekte aller Art in ganz Europa. - Verschiedene der Jugendelichen sind pessimistisch: Jedes der LĂ€nder habe seinen eigenen nationalen Egoismus und Materialismus. - Die anderen behaupten: Ein gemeinsames Europa ist eine Notwendigkeit. Die jungs europĂ€ische Genaration mit ihrem Idealismus muss es dahin bringen, aber nur auf idealistischem Wege geht es nicht. GEsamteuropa muss geschaffen werden mit Idealismus und Realismus, aber auch mit realistischen Idealismus. Ziel ist, den Menschen in Europa das Leben lebenswert zu machen, ihre Existenz als Menschen und BĂŒrger dieses Europas zu sichern und ihnen einen Weg in die Zukunft zu bauen. Alle KrĂ€fte Europas mĂŒssen gesammelt werden, die bereit sind, diesen Weg zu gehen und auch jene sind zu gewinnen, die heute noch nicht diese Überzeugung teilen. Es gibt in der Welt schon die großen gemeinsamen MĂ€rkte, z.B. das Commenwealth, die UDSSR und China, USA, EWG (Kartenskizzen), neue Staaten haben sich angeschlossen. Die Wichtigkeit des Prinzips wird eines Tages zum großen gemeinsamen Markt fĂŒhren. Der wirtschaftliche Zusammenschluss wird kommen als sicherster und nĂ€chster Weg auch zur politischen Einigung Europas. - Unter den diskutierenden Jugendlichen sind auch dunkelhaarige und sie werfen die Frage der europĂ€ischen Kolonien in ihren Staaten auf. Je stĂ€rker dieses Europa wird, desto schwĂ€cher sind die afrikanischen Staaten. - Unterricht in Negerschulen, Plantagenarbeiten aller Art, Aufbauarbeiten im schwarzen Erdteil. - Aber Kolonien wird es nicht mehr geben. Die jungen Staaten Afrikas werden Europa brauchen als Partner, der ihnen hilft, ihre LĂ€nder weiter zu erschliessen durch wirtchaftliche und ideelle UnterstĂŒtzung. - Plantagenarbeiten, Aufbau in den ĂŒberseeischen Gebieten. DafĂŒr wrid die Grundlage aber die Partnerschaft sein. Baumwollernte.-
Karte von einem geeinten Europa. Die TagungsstĂ€tte der jungen EuropĂ€er, diese selbst, die am Ende des Zusammenseins wĂ€hrend der Tagung dem gemeinsamen Europa ein gutes StĂŒck nĂ€hergekommen sind. Abschied und RĂŒckkehr in die Heimat. Schlusswort: Dieser Film wurde im Oktober 1959 abgeschlossen, die Entwicklung der europĂ€ischen Dinge aber geht weiter, in welcher Form auch immer und auf welchen Wegen die europĂ€ischen Einigung ihren Ziel nĂ€herkommt." (Erschließungsprotokoll Bundesarchiv Koblenz, zit. n. filmarchives online)

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Fassungen

StandortDeutsches Filminstitut – DIF
Medium16mm
 Ăœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortDeutsches Filminstitut – DIF
Medium16mm
 Ăœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortBundesarchiv-Filmarchiv
Medium35mm
 Ăœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortBundesarchiv-Filmarchiv
Medium35mm
 Ăœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 

Quellenangaben

Angaben zur QuelleNicht auf Filmportal.de
filmarchives online
Filmblatt.de