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Details

Kloster in unserer Zeit

Titelangaben

TitelKloster in unserer Zeit
AlternativtitelKlosterleben in unserer Zeit

Allgemeine Angaben

LandBRD,
Produktionsjahr1959
Dauer35min
L├Ąnge962m
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Festivalteilnahmen9. Kultur- und Dokumentarfilmwoche Mannheim 23. - 28. Mai 1960
AuszeichnungenPr├Ądikat: Wertvoll
Kulturfilmpr├Ąmie 1961
FSK-FreigabeFreigegeben ab 6 Jahren

Inhalt

Inhalt"Viele Menschen vertreten heute die Auffassung, das Leben eines Ordensmannes "hinter Klostermauern" sei unzeitgem├Ą├č und weltfremd. Wer so urteilt, kennt das Leben der M├Ânche nicht. Der Film zeigt es in verantwortungsbewusster Weise und anspruchsvoller filmischer Form. Der Entschluss, in den Orden einzutreten, ist eine sehr schwerwiegende Entscheidung f├╝r einen jungen Mann. Aber ein Probejahr und drei weitere Studienjahre geben ihm gen├╝gend Zeit, sich selbst zu pr├╝fen, ob er die Berufung zu diesem Leben in sich versp├╝rt. Der Dominikanerorden ist ein Prediger-Orden; deshalb geh├Ârt ein wesentlicher Teil der siebenj├Ąhrigen Ausbildung dem Studium. Umfangreiche Bibliotheken, Vorlesungen wie an einer Universit├Ąt, Seminargespr├Ąche im kleinen Kreis und intensive Sprecherziehung sind die Hauptpfeiler dieser Ausbildung zum M├Ânchspriester. Das Leben im Kloster von heute unterscheidet sich ganz wesentlich von den Vorstellungen, die die meisten Leute sich gebildet haben. Der Film zeigt dieses Leben voller Frische, Aufgeschlossenheit, das dennoch ein Leben der Sammlung und Besinnung ist. Wenn der Novize sein Gel├╝bde ablegt, kennt er das Ziel, und er wei├č den Weg, wie er dieses Ziel erreichen kann. Das bef├Ąhigt ihn, in seiner Arbeit au├čerhalb des Klosters mit ruhiger Bestimmtheit seine Pflicht zu tun." (Filme f├╝r die Gruppenarbeit, 1960)
"Dieser Dokumentarfilm gibt einen Einblick in das Wesen und Wirken der Dominikaner-Orden. Er stellt nicht nur das leben im Kloster, sondern auch die Begegnungen der Dominikaner mit der Welt unserer Zeit dar. Dabei versucht er, jede k├╝nstliche Dramatik zu vermeiden. Die allt├Ąglichen Erlebnisse der Dominikaner lassen erkennen, wie sehr sie um ihre Erfolge, aber auch um ihre Misserfolge wissen. Der Film beginnt mit der Begegnung zwischen Jugendlichen und einem Dominikanerpater auf einem Hinterhof und f├╝hrt von dort zu einer Party bei einem Industriellen, auf der der gleiche Dominikanerpater die Frage nach dem Priestertum seines Ordens zu beantworten sucht. In den folgenden Sequenzen werden die Einkleidung der Novizen und Ausschnitte aus dem Tagesleben der Dominikaner gezeigt. Wir erleben auch, wie sich die Novizen nachvierj├Ąhriger Vorbereitung auf ihre dauernde Bindung an den Orden vorbereiten. Der Film geht dann wieder in Bilder ├╝ber, die die T├Ątigkeiten der Dominikaner au├čerhalb des Klosters zeigen. Dabei sind die Kanzelpredigt, die Begegnungen mit Arbeitern und Werksdirektoren genauso eingeschlossen, wie die Beteiligung an Fernsehsendungen und Veranstaltungen des ├Âffentlichen Lebens. Deutscher Dokumentarfilm ├╝ber dos Klosterleben, aufgezeigt am Beispiel des Dominikanerordens in seiner Lebensgestaltung und seiner T├Ątigkeit in Predigt, Sozialapostolat und Jugendbetreuung. F├╝r die katechetische Unterweisung in Schulen und in der Erwachsenenbildung sehenswert.
Meinung unseres Kritikers: Der Film geht von der weitverbreiteten Ansicht des heutigen Menschen, besonders des Jugendlichen aus, der sich unter Klosterleben ein weltfl├╝chtendes Dasein hinter hohen Mauem vorstellt, das Gel├╝bde des Gehorsams als knechtische Unterwerfung unter eine Zwangsherrschaft deutet und die Keuschheit aus einer unm├Ąnnlichen Angst vor der Frau oder Weiberfeindlichkeit begr├╝ndet. Ohne in einen lehrhaften Ton zu verfallen, bem├╝ht sich der Film in vorwiegend optischer Weise durch die Darstellung verschiedenartiger Situationen, die sowohl innerhalb wie auch au├čerhalb des Klosters spielen, diese Vorurteile zu ├╝berwinden und den Zuschauer zum rechten Verst├Ąndnis von Sinn und Wert des Ordenslebens zu fuhren. Diesem Ziele dient die Einf├╝hrung in das kl├Âsterliche Leben, sowohl des kl├Âsterlichen "Alltags" des jungen Novizen und Studenten in der Feier der Liturgie, im philosophischen und theologischen Studium und in der Freizeit, wie auch durch eine deutende Darstellung der Einkleidung und der Gel├╝bdeablegung. In kurzen, pr├Ągnanten Situationen wird die apostolische T├Ątigkeit der Ordensangeh├Ârigen in der Predigt, in der Stellungnahme zu sozialen Fragen und in der Jugendbetreuung beleuchtet. Was diesen Filmk├╝nstlerisch hervorhebt, ist der Verzicht auf jegliches Startum; die Ordensangeh├Ârigen "spielen sich selbst" und wirken dabei durchaus menschlich ohne jede Verkrampfung oder ├ťbertreibung. Das macht die Aussage des Films wahr und ├╝berzeugend. Dasselbe gilt f├╝r den Verzicht auf jedes religi├Âse Pathos und sentimentale Erbaulichkeit. Wie im guten modernen Film wird auch hier mehr angedeutet als ausgespielt, mehr untertrieben als betont, so dass auch unter diesen Aspekten der Film als gelungen bezeichnet werden darf. A. H." (IX. Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilm-Woche. 23. bis 28. Mai 1960. [Katalog.] Heidelberg 1960, S. 35f)
"Das monastische Leben und apostolische Wirken des Dominikanerordens und der Versuch, Aufgabe und Bedeutung des Klosters in unserer Zeit bewusst zu machen." (FWU: Filme, Bildreihen, Tontr├Ąger 1972/73, S. 211)
"Der Film gibt einen Einblick in den Alltag eines Dominikanerordens. Dabei werden die Ziele und auferlegten Aufgaben ihrer Mitglieder herausgestellt und zur heutigen Zeit in Bezug gesetzt." (Landesbildstelle Hessen, zit. n. filmarchives online)
"Pater Rochus Spieker zeigt die Ausbildung der Novizen und das Klosterleben der Dominikaner in Walberberg." (Bundesanstalt f├╝r Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung: Verzeichnis Berufs-, wirtschafts- und betriebskundlicher Filme. Juli 1964, S. 28)

Schlagworte

Literatur

Fassungen

StandortDeutsches Filminstitut ÔÇô DIF
Medium35mm
 ├ťber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortDeutsches Filminstitut ÔÇô DIF
Medium16mm
 ├ťber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 

Quellenangaben

Angaben zur QuelleBundesanstalt f├╝r Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung: Verzeichnis Berufs-, wirtschafts- und betriebskundlicher Filme. Juli 1964
Mannheim 1960: Katalog der 9. Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilm-Filmwoche
FWU: Filme, Bildreihen, Tontr├Ąger 1972/73
Filme f├╝r die Gruppenarbeit, 1960
http://www.iffmh.de/1960/films
filmarchives online
Filmportal.de