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Details

Parallelen

Titelangaben

TitelParallelen

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1962
Dauer17min
L├Ąnge465m
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

AuszeichnungenPr├Ądikat: Wertvoll
FSK-FreigabeFreigegeben ab 12 Jahren

Inhalt

Inhalt"Das Thema der Parallelit├Ąt zwischen den ├Ąu├čeren Formen der NS- und der SED-Diktatur ist bereits verschiedentlich in Brosch├╝ren und Fernsehsendungen behandelt worden. Dieser Film beschr├Ąnkt sich auf einzelne Komplexe, z. B. Wahlpropaganda, Rechtsprechung, pseudosakrale Handlungen, Massenaufm├Ąrsche, nationalen Kitsch usw., die besonders typisch und einleuchtend sind. Bereits eine schematische Trickdarstellung am Anfang des Films l├Ąsst die Prinzipien bei der Erringung totaler Macht deutlich erkennen: Schwere Beschuldigungen eines "S├╝ndenbocks" (Juden/Kapitalisten), gegen den es zusammenzuhalten gilt (Gleichschaltung) unter einer starken F├╝hrung, die wei├č, wo der Gegner steht und wie er zu schlagen ist ("F├╝hrerprinzip"). Die in ihrem Ursprung so verschiedenen Aufnahmen ergeben teilweise eine verbl├╝ffende ├ähnlichkeit, so dass es unge├╝bten Zuschauern manchmal schwerfallen mag, die eine von der anderen Seite zu unterscheiden. Besonders wirkungsvoll demonstriert dies der Film bei einer Hitler-Rede, deren Zynismus in gleichem Ma├če auch Ulbricht unterstellt werden kann. Sie ist unterlegt mit Bildern aus dem NS-Staat und der SBZ. Das angestrebte Ergebnis des Films soll die Erkenntnis sein, dass Diktaturen jeglicher F├Ąrbung sich nur ├Ąu├čerlich ein wenig unterscheiden, und dass sie schon im fr├╝hesten Stadium vereitelt werden m├╝ssen, weil es sonst, wenn erst ein Staatsb├╝rger dem anderen nicht mehr traut, zu sp├Ąt dazu ist." (Arbeitsmittel f├╝r die Gruppenarbeit, H. III, 1965)
"Dieser Dokumentarfilm vollzieht die Blo├čstellung jeglicher totalit├Ąrer Systeme durch die Gegen├╝berstellung von Dokumenten aus der Zeit des "Dritten Reiches" und von den gegenw├Ąrtigen Verh├Ąltnissen in der "DDR". Be├Ąngstigende Parallelen aus allen Lebensbereichen lassen R├╝ckschl├╝sse auf den bedingungslosen Terror zu, der jenseits des "Eisernen Vorhangs" jede Freiheit unterdr├╝ckt. Der Film fasst zusammen und zieht dann seine Schl├╝sse. Wenn die Unerbittlichkeit der nationalsozialistischen Diktatur nicht erkannt ist, muss die Parallele ins Leere sto├čen. Deshalb setzt der Film zeitgeschichtlich gereifte junge Menschen voraus." (M├Ądchenbildung mit Film-Bild-Ton, 1963, S. 89)

Schlagworte

Literatur

Quellenangaben

Angaben zur QuelleArbeitsmittel f├╝r die Gruppenarbeit, H. III, 1965
Filmportal.de