| Inhalt | "Ulrich Leinweber, Jahrgang 1953, Regisseur und Autor, begann 1974 als einer der ersten seines Faches – motiviert durch seine Tätigkeit als Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen in der Gedenkstätte Stutthof/Polen – die filmische Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte von NS-Verfolgten.
Im Austausch mit Christine Fischer-Defoy und Christoph Heubner entstand 1974 die Schilderung seiner Begegnung mit Lore Diener, die in einer Arbeiterfamilie in Berlin aufgewachsen war, den Beruf der Kinderpflegerin erlernt hatte und als junge Widerstandskämpferin und politischer Häftling in das KZ Auschwitz eingeliefert wurde. Ihr Erzählen über ihre „pflegerische Tätigkeit“ im so genannten „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau und ihre vergeblichen Versuche, die Lage der kranken und verhungernden Kinder zu verbessern, sind tief berührend und verstörend. Nach Befreiung und Neubeginn wurde Lore Diener in späteren Jahren wegen ihrer politischen Gesinnung aus dem Senatsdienst entlassen: Sie arbeitete als Fahrkartenverkäuferin an der Station Wilhelmsruh in West-Berlin bei der DDR-Reichsbahn, die die S-Bahn im gesamten Berlin betrieb." (http://www.gdw-berlin.de/uploads/tx_programm/Veranvor96.pdf) |