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Details

Alias Alejandro

Titelangaben

TitelAlias Alejandro

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2005
Dauer4min
FarbeFarbe
MaterialBeta SP
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Inhalt

Inhalt"Ein junger Mann, Filmemacher, macht sich auf der Suche nach seinem Vater. Es handelt sich um keinen gewöhnlichen Vater, sondern um Peter Cardenas Schulte, genannt "Alejandro", einen der fĂŒhrenden Köpfe der peruanischen Organisation Movimiento Revolucionario Tupac Amaru (MRTA). Alejandro ist einer der meistgesuchten Terroristen Lateinamerikas und sitzt seit 1992 lebenslĂ€nglich im Hochsicherheitstrakt. Eines Tages nimmt er brieflich Kontakt mit seinem Sohn auf. An dieser Stelle beginnt der Film. Er wird mit einem Besuch des Autors beim Vater im GefĂ€ngnis enden, mit vielen offenen Fragen und einem erweiterten politischen und sozialen Horizont des Filmemachers.
Der Film von Alejandro Cardenas-A., eine Abschlussarbeit an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), ist ein Roadmovie, das seine Zuschauer mitnimmt auf eine weite Reise. Auf interessante Weise gelingt es dem Regisseur, privates Leben, soziale Erfahrung und politische Information miteinander zu verschrĂ€nken. Auf seiner Vatersuche lernt der Autor nicht nur ihm bisher unbekannte Verwandte und Halbgeschwister in Schweden und in Peru kennen. Er stĂ¶ĂŸt auch auf soziale VerhĂ€ltnisse, die ihm bisher unbekannt waren. Und er entdeckt fĂŒr sich eine wichtige politische Periode in der Geschichte Lateinamerikas, der Auseinandersetzungen zwischen Guerillas, der politischen Linken und der jeweiligen Staatsmacht. Er lernt das Ă€rmliche Leben in der Hochebene der Sierra kennen und er spricht mit den Mitgliedern der peruanischen Wahrheitskommission, die Licht in die jĂŒngste gewalttĂ€tige Vergangenheit des Landes zu bringen versucht.
Alejandro Cardenas-A. erzĂ€hlt diesen weitlĂ€ufigen Stoff natĂŒrlich aus der sehr persönlichen Sicht eines filmenden Sohnes. Er ĂŒberschreitet aber auch die Grenzen einer Ich-bezogenen Arbeit. Er ist sehr neugierig, verfĂŒhrt die Kamera immer zu Beobachtungen und widmet auch dem Detail Aufmerksamkeit. Schon als Kind war Alejandro Cardenas-A. filminteressiert und hat kleine Animationsfilme gedreht. Zeichnungen und animierte Sequenzen arbeitet er jetzt sehr stilsicher in sein Roadmovie ein. Die Vielfalt der filmischen Mittel, die pure ErzĂ€hllust und die frische Unmittelbarkeit in der Arbeitshaltung machen neugierig auf die nĂ€chsten Filme des Autors und lassen hoffen, dass das Förderstipendium ihn dabei unterstĂŒtzen kann." (http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=351)

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur QuelleFilmportal.de