| Inhalt | "Ein Kurzfilm über die Ereignisse des 13. August 1961 in Berlin. Ein Gestaltungsversuch mit Hilfe von Wochenschauaufnahmen, in dessen Mittelpunkt das Gesicht eines jungen Ostberliners hinter
dem Stacheldraht steht. Inhalt: "Das Gesicht an der Grenze" ist das Gesicht eines jungen Mannes aus
Ostberlin, so wie es während der Ereignisse des 13. August 1961 von der Wochenschau als ein "Gesicht hinter Stacheldraht" aufgenommen wurde. Es könnte das Gesicht irgendeines jungen Deutschen sein, der sich nach dem Sinn der Mauer fragt. Sein Gesichtsausdruck ist zwiespältig, zugleich erschreckt-fragend und erzwungen unbeteiligt. Er kann damit auch als Zeichen für die materielle und geistige Not in der Zone stehen. Um dieses Gesicht herum wurden Wochenschauaufnahmen von allen Brennpunkten des Geschehens in Berlin komponiert. Die Fragen, die der junge Mann hinter dem Stacheldraht wohl stellen könnte, werden vom Kommentar ausgesprochen. Der Film hat nur einen bedingt dokumentarischen Anspruch. Seine Konzeption ist dramaturgisch bestimmt durch das "Gesicht an der Grenze"." (Filme für die Gruppenarbeit, H. II, 1963) |