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Details

Heimvorteil

Titelangaben

TitelHeimvorteil

Allgemeine Angaben

LandDeutschland
Produktionsjahr2008
Dauer60min
FarbeFarbe

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

FestivalteilnahmenBiberach Filmfestival, 30.10.2008

Inhalt

Inhalt"In den siebziger Jahren werden im schmucken nordbadischen Wertheim dringend neue Arbeitskr├Ąfte f├╝r die wachsende Glasindustrie ben├Âtigt. Man wirbt Gastarbeiter aus der T├╝rkei an, mit ihnen kommt der Islam. Mittlerweile lebt die zweite und dritte Generation der T├╝rken in Wertheim. Die Stadt ist vielen zur Heimat geworden. Ihr Wunsch, ihren Glauben in einer "angemessen" Umgebung praktizieren k├Ânnen w├Ąchst. Eine neugebaute Moschee mit Minarett und Kuppel soll die bisherige, die sich in einem heruntergekommenen Fabrikgeb├Ąude befindet, ersetzen. Doch die Vorstellung des Anblicks eines islamisches Gotteshauses ist vielen Wertheimern zu viel.
├ľmer Akbulut und Willi Schwend stehen in Jan Gabriels Film stellvertretend f├╝r die beiden Fronten, die sich dadurch in Wertheim gebildet haben. Willi Schwend ist geb├╝rtiger Wertheimer. Der mittelst├Ąndische Unternehmer betreibt eine Glasbeschichtungsfabrik. Als sich die Muslime im Industriegebiet das Grundst├╝ck direkt neben seiner Firma als potenziellen Bauplatz f├╝r die Moschee aussuchen, gr├╝ndet er eine B├╝rgerinitiative. "Das ist unsere Heimat und die werden wir verteidigen und versuchen zu bewahren."
├ľmer Akbulut kommt 1970 im Alter von zehn Jahren nach Wertheim. Er besucht dort die Schule, gr├╝ndet eine Familie und bekommt einen Job in der Glasindustrie. Als Sprecher der islamischen Gemeinde setzt er sich jahrelang f├╝r den Bau der Moschee ein. Den Kompromiss, eine Moschee auch ohne Kuppel oder Minarett zu bauen, m├Âchte ├ľmer Akbulut nicht eingehen. Eine "richtige" Moschee bauen zu d├╝rfen, bedeutet f├╝r ihn, von den Deutschen akzeptiert worden zu sein und hier eine echte Heimat gefunden zu haben.
Jan Gabriel hinterfragt in seinem Dokumentarfilm "Heimvorteil" die Gr├╝nde des Konflikts zwischen Moscheebef├╝rwortern und -gegnern und beleuchtet dessen Auswirkungen. Der Zuschauer erf├Ąhrt dabei viel ├╝ber den Begriff Heimat, ├╝ber ├ängste, Vorurteile und ├╝ber entt├Ąuschte Hoffnungen." (filmsortiment.de)

Schlagworte

Fassungen

StandortUniversit├Ąt Oldenburg
 ├ťber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 
StandortFH Hannover
 ├ťber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 

Quellenangaben

Angaben zur Quellefilmsortiment.de
Medienwissenschaft/Hamburg: Berichte und Papiere 109/2010: Migration
30. Biberacher Filmfestspiel Programmheft: http://www.filmtheaterbetriebe.de/media/download/prog.pdf
filmportal.de