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Abtreibung in Deutschland

Titelangaben

TitelAbtreibung in Deutschland
Teil von aus der Reihe/SerieGesundheitsmagazin Praxis

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1968
Dauer32min
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

Erstausstrahlung25.11.1968, ZDF, 20.15.-21.00.
AuszeichnungenAdolf-Grimme-Preis 1969 mit Gold: An Marlene Linke

Inhalt

Inhalt"Der Staat droht mit GefĂ€ngnis und Zuchthaus, die katholische Kirche mit Exkommunikation. Trotzdem wird das Verbrechen jĂ€hrlich millionenfach begangen: die Abtreibung. Die SchĂ€tzungen fĂŒr die Bundesrepublik schwanken zwischen 500000 und drei Millionen. Die wahrscheinlichste: eine Million - soviel Abtreibungen also, wie Geburten.[...] Was geschieht nun, wenn sich eine vermögende Frau, eine Angestellte oder eine Arbeiterin in ihrem Bekanntenkreis nach einer „Adresse" erkundigen? Originalaufnahmen eines Tests zeigen, wo diese Frauen landen. GesprĂ€che mit Abtreibern und Frauen, die abtreiben ließen, enthĂŒllen den Ausnahmezustand vieler Frauen und MĂ€dchen bei ungewollter Schwangerschaft, enthĂŒllen das GeschĂ€ft mit der Angst. Eine Abtreibung in der Bundesrepublik kostet heute zwischen 10 Mark und 3000 Mark. Die Höhe kennzeichnet meist die persönliche Einstellung des Abtreibers zu diesem Eingriff. Selbst namhafte Mediziner konstatieren: ,,Viele Abtreiber sind Ärzte". Erlaubt ist ihnen eine Schwangerschaftsunterbrechung nur bei sogenannter „medizinischer Indikation", das heißt, wenn Leben oder Gesundheit der Mutter auf dem Spiele stehen. Wann dieser Fall vorliegt, ist oft Sache der Auslegung und, wie ein TestgesprĂ€ch mit Vertretern verschiedener LandesĂ€rztekammern zeigt, zuweilen manipulierbar. Ein weiterer Teil der Dokumentation beschĂ€ftigt sich mit der Frage: Wann beginnt das Leben? Was geschieht nach der Befruchtung, wann teilt sich das Ei zum ersten Mal? Zum ersten Mal werden im Fernsehen der Eisprung und der Eitransport zur GebĂ€rmutter in realen Aufnahmen gezeigt. Diese Aufnahmen sollen das Geschehen zwischen Befruchtung und Geburt veranschaulichen sowie die Beurteilung der Frage erleichtern: Ist die „Danach-Pille" Abtreibung oder nicht? Bedeutender fĂŒr die Filmthematik ist jedoch die empfĂ€ngnisverhĂŒtende Pille. Fachleute glauben nĂ€mlich, seit ihrer starken Verbreitung zum ersten Mal einen RĂŒckgang der Abtreibungen verzeichnen zu können."

Schlagworte

Quellenangaben

Angaben zur QuelleZDF Presseinformation