| Inhalt | "Er lebt heute in Chicago - Jeffery Boulevard 8500: Muhammad Ali, ehemals Cassius Clay, Amerikaner, Farbiger, Boxweltmeister aller Klassen, der „Größte". Er wurde im Boxring nie besiegt, bekam aber den Titel aberkannt, als er den Wehrdienst verweigerte. Er gilt nach wie vor als der Welt bester Boxer, bekommt aber in den USA keinen Kampf und darf das Land auch nicht verlassen, weil das Gerichtsverfahren in Sachen Wehrdienstverweigerung noch läuft: Die Chancen, daß das Urteil über fünf Jahre Gefängnis aus der ersten Instanz noch aufgehoben wird, sind gering. Muhammad Ali, alias Cassius Clay, war schon als Boxer eine umstrittene Figur - dank seines „Großmauls". Als Privatmann ist er es nicht weniger, und die Zeitungen in den USA berichten unvermindert über ihn, über das „neue Leben des Cassius Clay". Noch als Weltmeister trat er zum mohammedanischen Glauben über, ließ er sich als Prediger der sogenannten „Black Muslims" weihen, startete er religiöse Kreuzzüge für diese Sekte, die im amerikanischen Rassenkampf wegen ihrer extremen Vorstellungen auch politisch ein Rolle spielt. Muhammad Ali, alias Cassius Clay, nutzt seine Popularität als ehemaliger Weltmeister für seine jetzige Tätigkeit aus: Als Verkünder der „Wahrheit über die Welt" reist er für die „Black Muslims" durch die Vereinigten Staaten und predigt seinen Glaubenssatz ,,Schwarz ist besser", besser als Weiß, - und er hat vor allem in den farbigen Bevölkerungsschichten Resonanz. [...]" |