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Sebastian Winkels

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Biografie"Der Filmemacher Sebastian Winkels z├Ąhlt zu den erfolgreichsten Hochschulabsolventen Deutschlands. Seine Filme, die w├Ąhrend der Studienzeit an der Hochschule f├╝r Film- und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg entstanden sind, laufen auf zahlreichen Festivals, werden vom Publikum gefeiert und auch von nationalen und internationalen Jurys mit Preisen bedacht. Sein Abschlu├čfilm, ein abendf├╝llender Dokumentarfilm, 7 BR├ťDER (2003) wird auch im Kino ├╝berraschend ein Erfolg. Sebastian Winkels ist 1968 im Kreis Kleve am Niederrhein geboren. Er ist das vierte von f├╝nf Kindern. Nach seiner Schulausbildung sammelt er erste Erfahrungen als Praktikant, Kamera-Assistent und -techniker bei internationalen Spielfilmproduktionen in M├╝nchen, Prag und Amsterdam. Von 1996 bis 2003 studiert er an der Filmhochschule "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg im Fachbereich Regie. An der Hochschule entwickelt er verschiedene Stoffe, aus denen Kurzfilme entstehen. In der f├╝nfmin├╝tigen Kom├Âdie HASE UND IGEL (2000) gestaltet er das gleichnamige M├Ąrchen der Gebr├╝der Grimm nach. Der Regisseur, der auch als Kameramann fungiert, l├Ą├čt junge Erwachsene, die einen Deutsch-Sprachkurs im Goethe-Institut belegen, das M├Ąrchen nacherz├Ąhlen. Dabei entsteht es neu, wird - aus Mangel an W├Ârtern - mit H├Ąnden und F├╝├čen, in zahlreichen Akzenten aus aller Welt ausschm├╝ckt. Die Idee f├╝r den Film ist so einfach wie genial. Dies lobt auch die Jury des Deutschen Filmpreises und verleiht das Filmband in Silber f├╝r den Besten Kurzfilm an Sebastian Winkels. Der viermin├╝tige Beitrag PARTIE LENTO (2001) spielt mit den Kategorien Geschwindigkeit und Zeit. Eine Schallplatte mit Werken Johann Sebastian Bachs wird vom Schallplattenk├╝nstler Claus van Bebber zu neuem Leben erweckt. Techno trifft Barock. OBERSTUBE (2001) ist eine Studie ├╝ber die Schizophrenie, welche vom inneren Kampf eines Mannes um das Gleichgewicht erz├Ąhlt. Der Film kommt ohne Worte aus, Musik und Ton stehen gleichwertig neben dem Bild. Ein komplexer, psychischer Zustand wird auf den Punkt gebracht. Der Film ist der einzige deutsche Beitrag auf den 57. Filmfestspielen in Venedig 2000. In dem musikalischen Filmessay INNEN-AU├čEN-MONGOLEI (2002) reist der Regisseur durch das Innere der Mongolei. Die 21-min├╝tige Dokumentation wirft einen fast naiven Blick auf die Menschen zwischen Jurte und Handy. Der musikalische Dokumentarfilm l├Ąuft auf zahlreichen Festivals und wird mehrfach ausgezeichnet. In der 15-min├╝tigen Satire FALLING GRACE (2003) treffen ein Engel und der US-Pr├Ąsident aufeinander. Grace rettet verirrte Seelen. Im Sommer 1986 weist sie George W. Bush den rechten Weg. Sein ber├╝hmtes "Awakening" bringt ihn direkt ins Wei├če Haus. Grace besucht ihn ein zweites Mal, um ihren himmlischen Job zu behalten. Sie mu├č einen Weg finden, den tragischen Fehler von damals zu korrigieren. Sein Abschlu├čfilm 7 BR├ťDER (2003), ein abendf├╝llender Dokumentarfilm, wird ├╝beraus positiv aufgenommen und mehrfach ausgezeichnet. Sieben Br├╝der, geboren in M├╝lheim an der Ruhr zwischen 1929 und 1945, erz├Ąhlen von ihrem Leben. Au├čergew├Âhnlich ist die Art, in der sie es tun. In einem dunkel ausgeschlagenen Filmstudio sitzt jeder allein auf einem Stuhl und berichtet von seinem Leben. Bewu├čt reduziert der Regisseur und Kameramann das komplette Geschehen, um die Aufmerksamkeit ganz auf die Erz├Ąhlungen der Protagonisten zu richten. Trotz des klinisch wirkenden Versuchsaufbaus gelingt mit der Dokumentation unerwarteter Weise ein Publikumserfolg, vielleicht, weil im Zentrum von 7 BR├ťDER (2003) der Mensch steht, der im Stile der Oral History seine Geschichte erz├Ąhlen kann. Da die Br├╝der alle ├╝ber Humor und rhetorische F├Ąhigkeiten verf├╝gen, wird aus der Erz├Ąhlung keine Geschichtsstunde: Eine interessante und aufschlu├čreiche Familienhistorie wird rekonstruiert. Sebastian Winkels lebt mit seiner Familie in Berlin. Er ist mit der Kamerafrau Isabelle Casez verheiratet, die bei seinen Filmen mehrfach hinter der Kamera steht. Gemeinsam haben sie zwei Kinder." [Ines Walk, www.film-zeit.de; zitiert nach defa.de] 19.11.2003 - Nachwuchspreis der DEFA
Linkshttp://www.defa.de/DesktopDefault.aspx?TabID=974
http://www.agdok.de/de_DE/members_detail/38623/vita
http://www.credofilm.de/bio/sebastian.html

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