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Paul Kruntorad

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BiografiePaul Kruntorad (* 16. Juni 1935 in Cesk├ę Budejovice, Tschechien; ÔÇá 30. Juli 2006 in Wien) war ein ├Âsterreichischer Schriftsteller, Dramaturg, Ausstellungsmacher, Herausgeber und Kulturkritiker. Kruntorad galt ÔÇ×als Intellektueller alter SchuleÔÇť[1] und ├╝bernahm im Laufe seines Lebens eine Vielzahl an Funktionen im ├Âsterreichischen und tschechischen Kulturleben. Er kam 1951 nach Wien, wurde 1959 Pressechef der Alpbacher Hochschulwochen, fungierte - gemeinsam mit Humbert Fink - von 1961 bis 1964 als Herausgeber der Hefte f├╝r Literatur und Kritik und arbeitete danach f├╝r den Residenz Verlag. Gemeinsam mit Gerhard Fritsch und Rudolf Henz gr├╝ndete er 1966 die Kulturzeitschrift Literatur und Kritik. Von 1968 bis 1972 war er gemeinsam mit G├╝nther Nenning Herausgeber der Zeitschrift Neues FORVM, deren Kulturteil er ma├čgeblich pr├Ągte. 1974 gr├╝ndete er - gemeinsam mit Ernst Hilger - die erste ├Âsterreichische Kunstzeitung, den Galerienspiegel. In den 1970er und 1980er Jahren lehrte Kruntorad an der Akademie der Bildenden K├╝nste. Er kuratierte die Ausstellung A.E.I.O.U. (├╝ber den gleichnamigen habsburgischen Wahlspruch) f├╝r die Austria Tabak in Stein an der Donau und wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Berater des Tschechischen Nationalmuseums. F├╝r die ├ľsterreichischen Galerie im Schloss Belvedere konzipierte er 2005 die Jubil├Ąums-Ausstellung Physiognomie der 2. Republik. Als Generalsekret├Ąr des Instituts zur F├Ârderung der K├╝nste in ├ľsterreich erm├Âglichte Kruntorad die erste Auff├╝hrung eines St├╝cks von Peter Handke in Wien: Das M├╝ndel will Vormund sein. Zu Beginn der 1980er Jahre wirkte er als Chefdramaturg am Schauspiel Bonn. Er verfasste selbst auch H├Ârspiele und zwei Kurzfilme, einen - Rennen, 1961 - gemeinsam mit Alexander Kluge. In den 1990er Jahren veranstaltete er in Regensburg die Woche des tschechischen Theaters. Kruntorad trat 1970 dem P.E.N. bei und unternahm 1972 eine Vortragsreise ├╝ber neue ├Âsterreichische Literatur durch die USA. Er arbeitete in Kindlers Literaturlexikon mit und war ein gefragter Kulturkritiker im In- und Ausland. Er publizierte unter anderem in der FAZ, der S├╝ddeutschen Zeitung, in profil, Format, Kurier und Standard. Die Breite seiner Interessen zeigen einerseits der Roman S. - Ein Modell, andererseits das von ihm 1989 konzipierte Symposium Jour Fixe der Vernunft ├╝ber den Wiener Kreis - aber auch die publizistische Arbeit am Boulevard: Von 1996 bis 2000 leitete Kruntorad die Kulturseite in T├Ąglich Alles. Kruntorad wurde am D├Âblinger Friedhof in Wien bestattet. (Wikipedia)
Linkshttp://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kruntorad

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