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Details

Nachtasyl

Titelangaben

TitelNachtasyl

Allgemeine Angaben

LandBRD
Produktionsjahr1959 (fsk 19283, 13.3.1959)
Dauer14min
Länge381m
Farbes/w
Format1.37 : 1 (4:3)
Material35mm
SpracheDeutsch

Beteiligte Personen

Beteiligte Firmen

Distribution

FestivalteilnahmenFilmwoche Mannheim 1960
AuszeichnungenKulturfilmprämie des Bundesinnenministeriums 1960
Prädikat: Besonders wertvoll
FSK-FreigabeFreigegeben ab 6 Jahren

Inhalt

Inhalt"Ein Hamburger Nachtasyl." (Katalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959, S. 235)
"Der Film begleitet einen alten Mann den Tag über durch die Stadt und schließlich ins Nachtasyl, wo er mit anderen Obdachlosen bis zum Morgen eine Unterkunft findet. – Nur ein auf wenige Worte beschränkter Kommentar begleitet diesen Film, der uns Menschen zeigt, die obdachlos, arbeitsscheu, heruntergekommen oder asozial sind. - In Hamburg gibt es ein städtisches Nachtasyl. Abends öffnet es seine Pforten, um den nicht wenigen Männern, die die Arbeit verachten, für 30 Pfennig eine Unterkunft bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr zu bieten. Der Kommentar spricht in einem Nebensatz vom "Mülleimer tausend verkommener Existenzen". Die Kamera übernimmt in diesem Film die Beobachtung der sehr unterschiedlichen Männer. Wir sehen sie an der Registratur vorbeiziehen: der junge Mann neben dem verbitterten Alten, der Gleichgültige neben dem Säufer oder dem, der in seinem Beruf gescheitert ist. Ihre Gesichtszüge verraten die wenigen Strebungen, die übrig blieben: Schlafen, Trinken, Kartenspielen, Zeitunglesen, Dösen und auf irgendeine Art zum allernotwendigsten Geld kommen. über allem bleibt die Trostlosigkeit spürbar. Diese Menschen scheinen keine Zukunft mehr zu haben. Ihr Antrieb ist erloschen und ihre Wesensart ließ sie abseits der Gesellschaft einen wertlosen Platz einnehmen. Diese Menschen gibt es aber in fast allen größeren Städten. "Nachtasyl" ist ein Versuch, dieser Welt näherzukommen. Die Kamera ist dabei stellenweise besser als die gesamte Aussage des Films. Auch überrascht die musikalische Interpretation des Themas. Die moderne rhythmisierte Musik Martin Böttchers, gespielt von einem guten Tanzorchester, versucht Monotonie auf der Basis der Großstadtklänge auszudrücken. Dadurch erhält der Film eine eigenwillige Kontrapunktik." (Filme für die Gruppenarbeit, H. II, 1963)

Schlagworte

Literatur

Fassungen

StandortBundesarchiv-Filmarchiv
Medium35mm
 Ãœber Art, Zustand und Benutzbarkeit der Kopie informiert das Archiv.
 

Quellenangaben

Angaben zur QuelleKatalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959
Festivalkatalog Mannheimer Filmwoche 1960
Filme für die Gruppenarbeit, H. II, 1963
besonders wertvoll (1.1. bis 31.12.1965)
Filmportal.de