| Inhalt | "Panorama-Gemälde Berlins aus dem Jahre 1834 von Eduard Gaertner." (Katalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959, S. 48)
"So sah der Maler Eduard Gaertner sein geliebtes Berlin im Jahre 1834 und stellte es in sechs Bildern dar. Wenn man sich solche älteren Kunstwerke einmal vornimmt, um den braun gewordenen Firnis zu erneuern, so hat das seine Reize. Denn dabei lassen sich mancherlei interessante Entdeckungen machen. Dort erblicken wir Alexander von Humboldt höchstpersönlich mit einem Fernrohr. Er weist hinüber zur Universität, die er im Jahre 1810 mit seinem Bruder Wilhelm gründete. Da ist eine Familie auf das Dach der Werderschen Kirche gestiegen; die Mutter strickt, der eine zeigt hierhin, der andere dorthin. Hinten fließt die Spree, an deren Ufern man ganz beschaulich und gemütlich wohnt. Das Berliner Schloss, wie es nun der Film zeigt, steht ja leider heute nicht mehr. Es wurde von Schlüter erbaut, ebenso das Denkmal des Großen Kurfürsten. Auf ollen Bildern kommt die gute alte Zeit wieder zum Vorschein. Ja, dieses alte Berlin war wirklich eine Prachtstadt. Der Lustgarten mit dem Dom und dem alten Museum, das Zeughaus, die Oper und Hedwigskirche, die Bauten am Gendarmenmarkt, die gerade von Schinkel fertig gestellte Werdersche Kirche - wer möchte wohl nicht einmal von derselben Stelle aus über die Stadt Berlin schauen und Vergleiche zwischen damals und heute ziehen." (IX. Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilm-Woche. 23. bis 28. Mai 1960. [Katalog.] Heidelberg 1960, S. 55) |