| Inhalt | "Ein Nordseebadeort im Winter." (Katalog der Kultur- und Dokumentarfilme aus der Bundesrepublik Deutschland 1954-1959, S. 129)
"Der Film dokumentiert die Zeit in einem friesischen Badeort an der deutschen Nordsee außerhalb der Feriensaison. Der Strand wird anstatt von Menschen und Strandkörben von Schnee und Regen beherrscht und die meisten Läden sind geschlossen. In den Wintermonaten sind zehnmal weniger Gäste im Ort. Daher gibt es zahlreiche große Hotels die acht Monate im Jahr leer stehen. Das Dorf wirkt außerhalb der Saison wie ausgestorben, dennoch sind die Menschen am arbeiten: Die Arbeit erstreckt sich über alle 12 Monate, die Einnahmen aber nur über rund 100 Tage im Jahr. Der Film dokumentiert die verschiedenen Arbeiten an denen außerhalb der Saison nachgegangen wird. Die Kamera besucht Weber, Korbflechter und Hersteller von Souvenirs und zeigt schlittelnde Kinder am Strand. Jährlich am 21. Februar wird am Strand ein großes Feuer errichtet und eine Strohpuppe, welche den Winter symbolisiert, verbrannt. Das Fest des Biike-Feuers, das in allen friesischen Küstendörfern angegangen wird, ist eines der letzten Überbleibsel der Nationalkultur in Friesland. Mit dem Feuer soll nicht nur der Winter symbolisch vertrieben werden, sondern auch die Menschen und die Dörfer aus dem Winterschlaf geweckt werden. Der Ende des Films markiert den Beginn der Feriensaison. Betont wird noch einmal, dass hinter den 100 Tagen Feriensaison die Arbeit eines ganzen Jahres steckt. Dies ist den meisten Feriengästen nicht bewusst." (filmarchives online) |