| Inhalt | "Malerei und Plastik des Mittelalters in Tirol." (Katalog der deutschen Kultur- und Dokumentarfilme 1953, S. 10)
"Erste große Ausstellung des Tiroler Landesmuseums in Innsbruck über Plastik und Malerei des hohen und späten Mittelalters." (FWU: Filme, Bildreihen, Tonträger 1967/68, S. 145)
„In Tirol kreuzten sich sehr früh die Wege von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Die Kunst dieses Landes ist so gleichsam das Spiegelbild eines regen und von Aufgeschlossenheit erfüllten Lebens. Die räumliche Einheit der Tiroler Landschaft führte dann zur Ausbildung eines eigenständigen Stils. Der rum macht zunächst mit einigen Werken anonymer Meister bekannt: Heiligenbilder und Altäre. Die erste zentrale Gestalt ist Michael Pacher (1435 bis 1498), dem der Hochaltar in St. Lorenzen, der weltberühmte Altar von St. Wolfgang und das Riesenwerk für die Pfarrkirche in Salzburg zu danken sind. Pacher war ein großer Maler und ein ebenso bedeutender Bildhauer. Deshalb räumt der Film seinem Schaffen einen breiten Raum ein. Sein Schüler ist als "Meister von Uttenheim" bekannt geworden und zeichnet sich durch "lyrischen Wohllaut" seiner Werke aus. Ein Künstler völlig anderer Prägung ist Friedrich Pacher, ein naher Verwandter von Michael Pacher. Er schuf Werke von erhabener Monumentalität und großartiger Feierlichkeit. Mit der Darstellung seiner Werke verlässt der Film die Gruppe der Meister aus dem Pußtatal. Es folgen Bildwerke aus der Werkstätte von Brixen, die unter Leitung. A von Hans Klocker arbeitete. Den Abschluss bilden Tafeln Tiroler Gotik, in denen zum ersten Male auch der natürliche Umkreis der Menschen abgebildet ist: Gras, Kräuter und Bäume. Max Reichlich hat diese Malereieiner hohen Stufe künstlerischer Vollendung zugeführt." (Filme für die Gruppenarbeit, 1960) |