| Inhalt | "[Die Autoren] untersuchen in ihrer Sendung, wie weit der Brand der Rebellion, der durch die Machtergreifung Fidel Castros ins Paradies der karibischen Inselwelt geschleudert wurde, sich auch an den sozialen und politischen Spannungen in Panama bereits entzu?ndet hat. Niemand, der Panama einmal besucht hat, wird den hohen Drahtzaun vergessen, der sich mitten durch die Stadt zieht. Er trennt mit Maschengitter und Stacheldraht zwei Welten voneinander und wurde zum Sinnbild eines geteilten Panama. Auf der einen Seite die Negerquartiere von San Miguel, mit Wellblechhu?tten, morschen Holzhäusern und Elendsvierteln, in denen es von Menschen wimmelt. Und jenseits des Zaunes die "Zone", die sich voll Stolz "Klein Amerika" nennt. Allerdings kann sich jedermann ungehindert zwischen beiden Teilen bewegen. Aber die Zone bildet einen starken Kontrast zu den Eingeborenen-Quartieren. Breite Straßen, von Palmen beschattet, gepflegte Rasen und geräumige, klimagekühlte Bauten. Alles hier in Balboa, der Hauptstadt der Zone, atmet Wohlstand und aseptische Hygiene - wie zuhause in den USA. Amerika hat seine Rechte in der acht Kilometer breiten Zone rechts und links des Kanals durch einen Staatsvertrag mit Panama geregelt. Aber seit Ägyptens Präsident Nasser den Suez-Kanal verstaatlicht hat, weckt sein Vorgehen auch in Panama nationalistische Begierden. Die extremen Politiker Panamas fordern von den USA gleiche Rechte am Kanal. Aber die Verhältnisse hier lassen sich nicht mit Suez vergleichen." (Deutsches Fernsehen: ARD-Pressedienst, Nr. 3/1961) |