| Inhalt | "Jedes Jahr reisen Millionen Deutsche ins Ausland. Von den Grenzkontrollen vergangener Jahre sind nur noch Formalitäten übrig geblieben. Anders an der Scheidelinie zwischen West und Ost - am "Eisernen Vorhang". Während innerhalb Westeuropas die Grenzschranken hochgegangen sind, ist mitten durch Deutschland ein "Todesstreifen" gepflügt worden, wurden Wachtürme errichtet und Straßenverbindungen zerschnitten. Von Lübeck bis Hof - über eine Strecke von fast 1400 Kilometern - verläuft dieser Riß, der im Jargon der Ostberliner Regierung als "Staatsgrenze West und DDR" bezeichnet wird. Im Wunschdenken der meisten Bewohner der Bundesrepublik existiert diese Grenze nicht. Aber auch die Parole "Deutschland ist unteilbar" hat nicht verhindern können, daß Helmstedt und Marienborn heute weiter auseinanderliegen als Gelsenkirchen und Rimini. Einen Dokumentarbericht über die Tragik der Grenzziehung mitten durch Deutschland." (Deutsches Fernsehen: ARD-Pressedienst, Nr. 24, 1961) |