| Inhalt | "Die Geschichte der öffentlichen Meinungsforschung, d.h. die Meinungen und das Verhalten großer Bevölkerungsgruppen festzustellen, ist noch verhältnismäßig jung. Den entscheidenden Schritt auf diesem Gebiet tat ein amerikanischer Journalist, der 1820 eine größere Zahl von Menschen befragte, für wen sie bei einer kurz bevorstehenden Präsidentenwahl stimmen wollten. Etwa seit 1870 gibt es in den Vereinigten Staaten Umfragen, um die Wünsche, Meinungen und Gewohnheiten des Käufer-Publikums zu erforschen. 1892 setzte der deutsche Soziologe Max Weber eine große und berühmt gewordene Umfrage in Gang; er verschickte an 15.000 evangelische Pfarrer Fragebogen, um die Lage der Landarbeiter in den evangelischen Gebieten Norddeutschlands zu untersuchen. Heute ist die Umfrage eine in aller Welt gebräuchliche Methode, um die Anonymität der Massengesellschaft zu ergründen." (Deutsches Fernsehen, Pressedienst, Nr. 4/55) |